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Barrierefreiheit: - Eingang und Innenbereich (Arena) des Amphitheaters stufenlos zugänglich - Bodenbelag bestehend aus Rollsplit, Kopfsteinpflaster und Sand - Keller und Ränge des Amphitheaters nur über Stufen erreichbar - Barrierefreies WC und Behindertenparkplatz vorhanden
Das Amphitheater wurde im späten 2. Jahrhundert errichtet. Es ist das einzig erhaltene seiner Art, das aus einer künstlichen Ausschüttung besteht und in eine Stadtmauer eingebunden ist. Das Amphitheater besteht aus einem Erdbau mit aufgeschütteten Rängen um die ovale Arena herum, sowie kalksteinverblendeten Stützmauern und gemauerten Eingängen. 20.0000 Zuschauer fanden in der Arena Platz. Unter der Arena befindet sich ein aus dem Schieferfelsen gehauener Keller, der schätzungsweise aus dem 3. Jahrhundert stammt. Im 4. Jahrhundert fanden Reparaturen an dem Bauwerk statt. Immer wieder wurde es in der römischen Zeit sukzessive erweitert.
Beschreibung: Die Reste des römischen Badepalastes – einst der größte vorkonstantinischen Bau Triers - stammen aus der Mitte des 2. Jahrhunderts. Die Anlage wurde bis in das 5. Jahrhundert genutzt. Heute ist nur noch ein Drittel der Fläche vorhanden. Es sind die Mauern der Kellergänge, Teile des Erdgeschosses in Gusssteinmauerwerk mit Verkleidung durch Kalkstein und Ziegeldurchschüsse und Mauerteile aus Sandsteinquadern erhalten. Ebenfalls sind Reste der marmornen Wandverkleidung vorhanden. Das auf dem Gelände befindliche Aufseherhaus und die Einfassungsmauer stammen aus dem späten 19. Jahrhundert.
Barrierefreiheit: - Parkmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer vorhanden
- Eingang mit Rampe
- Toilette nicht Rollstuhlgerecht, da Stufe überwunden werden muss
- Platz für Rollstühle an den Außenseiten des Zuschauerbereichs
Barrierefreiheit: Barrierefreier Zugang zu Dom-Information, Foyer und Mediensaal. Das Behinderten-WC befindet sich im Foyer der Dom-Information.
Die Ausgrabungen unter der Dom-Information sind nicht barrierefrei.
Denkmaltyp: Kirche Jahrhundert: 4. Jahrhundert Baujahr: 340 Epoche: Romanik, Gotik, Renaissance, Barock, Klassizismus Sichtbarkeit: sichtbar Heutige Nutzung: Katholische Kirche
Beschreibung: Die Domkirche St. Peter ist die älteste deutsche Bischofskirche und eine der frühesten abendländischen Kirchen und religiösen Denkmäler. Der sogenannte "Quatratbau" aus den 340er Jahren wurde um 920 und um 1030 in Stand gesetzt. Im Zuge der letztgenannten Instandsetzung wurde das frühromanische Langhaus als dreischiffige, fünfachsige Pfeilerhalle und der Westchorbau (Erzbischof Poppo, um 1030-46) erbaut. Im 11. Jahrhundert folgten die Fertigstellung des nordwestlichen (1053-56) und südwestlichen (1074/75) Treppenturms, und die Weihe der Krypta unter der Westapsis (1121). Der spätromanische Ostchor mit Flankentürmen, die polygonale Apsis und Krypta (um 1160-1183 erbaut oder 1196 geweiht) stammen aus dem 12. Jahrhundert. Im Spätmittelalter wurden die Türme im gotischen Stil umgebaut (14./15. Jhd.). Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Domkirche durch die Hl.-Rock-Kapelle ergänzt. Nach dem Dombrand (1717) wurden 1719-25 entscheidende Umbauten von Hofmeister Johann Georg Judas vorgenommen. Noch heute findet man in der Domkirche Elemente der Romanik, Gotik, Renaissance, des Manierismus, Früh-, Hoch- und Spätbarocks sowie Klassizismus. Ausstattung: ehem. Domschatzkammer, Marienkapelle, Heiltumskammer (Hl.-Rock-Kapelle), Domkreuzgang. An- und Einbauten: westlicher, nördlicher, östlicher Kreuzgangflügel. 1901 wurde anstelle der alten Sakristei eine neue neugotische Sakristei erbaut.
In dem "Dombezirk" befindet sich innerhalb der Domberingmauer um Dom und Liebfrauenkirche die ehemalige Domimmunität. Das mittelalterliche Straßensystem mit ehemaligem Bischofspfalz und Kurienberingen sowie Hofanlagen der Domkanoniker sind in der Denkmalzone noch erhalten.
Das sogenannte Dreikönigshaus ist ein spätromanisches wohnturmartiges Patrizierhaus, das um 1220 erbaut wurde. Die palastartige Fassade wurde seit dem 15. Jahrhundert mehrfach verändert, zuletzt 1938, als ein Ladeneinbau erfolgte. Dabei wurde auch der vermutete ursprüngliche Zustand mit getreppter Schirmwand wieder hergestellt. Das Gebäude liegt über einem Einstützenkeller mit Kreuzgratgewölbe. An das Vordere schließt ein langgestrecktes Hintergebäude an, das im Kern romanisch ist. Um 1900 wurde die östliche Giebelfront aufgestockt. Das Hintergebäude liegt über einem tonnengewölbten Keller.
Barrierefreiheit: Behindertenparkplatz vorhanden. Barrierefreier Zugang in alle Räume möglich. Es werden Führungen für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer angeboten. Behindertentoiletten vorhanden. Assistenzhunde erlaubt.
Die sogenannte Kleine Judenpforte ist ein vierbogiger Gang zwischen teilweise massiven Fachwerkhäusern, die um 1600 errichtet wurden. Haus Nr. 23 ist mit dem Jahr 1602 bezeichnet, während Nr. 22 mit Ladeneinbau aus dem Jahr 1895 stammt. Die Pforte selbst stammt aus der Zeit um 1219. Unter den Vorderhäusern der Nummern 22 und 23 liegen tonnengewölbte Keller. Unter Haus Nr. 37 liegt ein kreuzgratgewölbter, wohl hochmittelalterlicher Keller.
Barrierefreiheit: Die Besichtigung der Fassade ist problemlos möglich. Der Frankenturm ist nur auf der unteren Ebene für Menschen mit einer motorischen Beeinträchtigung nutzbar.
Der sogenannte Frankenturm ist ein romanischer Turmbau aus Kalkstein- und Ziegelmauerwerk. Die Ecken sind durch Sandstein- und Kalksteinquader verstärkt. Erbaut wurde er vermutlich um 1100, erstmals erwähnt wurde er 1298. Der Quadersockel ist teilweise antiken Ursprungs. Seinen Namen erhielt der Frankenturm nach seinem Besitzer aus dem frühen 14. Jahrhundert, Ritter Franco von Senheim. 1329 wurde der Turm von dessen Witwe der Benediktinerabtei St. Matthias vermacht.
Der "Hauptmarkt" ist teil des Marktbezirkes und umfasst den Bereich der mittelalterlichen Siedlung am Hauptmarkt sowie die Umbauung des Hauptmarktes und der einmündenden Straßen und des Stockplatzes einschließlich der Markt- und Pfarrkirche St. Gangolph. Der Hauptmarkt mit seinem dreieckigen Grundriss stammt aus dem 10. Jahrhundert und wurde durch Erzbischof Heinrich I. angelegt. Es folgten planmäßige Baufluchtänderungen vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Die heutige Bebauung ist romanisch bis in 20. Jahrhundert.
Die Judengasse war Mittelpunkt des mittelalterlichen Judenviertel in Trier und stammt aus dem 13. Jahrhundert. 1349 wurden die Juden aus der Stadt vertrieben.
Beschreibung: Gegen Ende des 3. Jahrhunderts wurde mit dem Bau des Badepalastes begonnen. Der Grundriss basierte auf dem Raumkonzept "Großer Kaisertyp". Ein Jahrhundert später wurden Teile der Anlage aufgrund eines Umnutzungskonzepts, dort ein Kaiserforum, Palast und Amtsgebäude zu errichten, abgerissen und die Thermen umgebaut. Im 12. Jahrhundert gelangte die Anlage in Besitz des fränkischen Königs und wurde Sitz des Burggrafen in Trier. Im Jahre 1102 bis 1152 wurden die Kaiserthermen mit dem Bau der mittelalterlichen Stadtmauer als Eckbastion und Stadttor in die Stadtmauer eingebunden.
Barrierefreiheit: Das Haus hat keinen Aufzug. Das Vorder- und Hintergebäude hat leicht unterschiedlichen Geschosshöhen. Beide Gebäudeteile sind im Erdgeschoss durch einen Innenhof verbunden, welche über drei bzw. zwei Stufen verbunden sind. Das Vorderhaus des Museums hat eine Stufe an der Eingangstür. Hilfe kann bei den Mitarbeiter/-innen des Museums nachgefragt werden. Im Erdgeschoss sind der Auftaktraum, der Biografieraum und der Hausgeschichteraum sowie der Museumsshop barrierefrei zugänglich. Es ist keine barrierefreie Toilette vorhanden.
Das barocke Vorderhaus mit dem sandsteingegliederten Mansarddachbau von 1727 ist das Geburtshaus des Sozialökonoms und Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus, Karl Marx. Es beherbergt heute das Karl-Marx Museum. Die Umbauung des Innenhofes geht in die Renaissance zurück. Der südliche Seitenbau umfasst Arkaden und ein Fachwerkobergeschoss, das ebenfalls aus der Renaissance stammt.
Barrierefreiheit: Die Statue ist barrierefrei erreichbar. Direkt neben der Statue ist ein Behindertenparkplatz ausgewiesen.
Barrierefreie Toiletten befinden sich vor Ort.
Barrierefreiheit: Barrierefreier Eingang. Der Hauptraum der Kirche ist barrierefrei. Ein Beichtstuhl für Behinderte ist vorhanden. Barrierefreie Toiletten sind nicht verfügbar.
Denkmaltyp: Kirche Jahrhundert: 14. Jahrhundert Baujahr: 1344 Epoche: Barock Sichtbarkeit: sichtbar Heutige Nutzung: Katholische Kirche
Beschreibung: Der sechsgeschossige Westturm mit Spitzhelm und Ecktürmchen stammt aus den Jahren um 1344. Die Aufstockung des Westturms erfolgte Anfang des 16. Jahrhunderts. Im 17. Jahrhundert (1686 und 1748) musste die Turmspitze aufgrund von Blitzschlägen erneuert werden. Das Langhaus im spätgotischen Stil wurde um 1400 begonnen und um 1460 fertig gestellt. Der barocke Portalbau des Zuganges zum Hauptmarkt wurde von dem Architekten Joseph Walter, dem Steinmetz Niclas Creising und dem Bildhauer Jacob Fische entworfen und 1732 erbaut.
Barrierefreiheit: Die Kirche ist barrierefrei zugänglich, wie auch die sich dort befindlichen Toiletten. Im Hauptschiff und im Querschiff der Matthias-Basilika ist eine Induktionsschleife für Nutzer/innen eines Hörgerätes installiert (Hörgerät auf „T“ stellen).
Die Anlage der Benediktinerabtei St. Matthias wurde um 1160 unter Einbeziehung des Krypta-Vorgängers (erbaut 980/90) errichtet. Sie besitzt einen Kreuzgang, drei Klausurflügel, ein Wirtschaftsgebäude, eine Pilgerherberge und Torbauten. Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts fand ein Umbau im Stil der Spätgotik statt. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden das barocke Hauptportal (1689-92), die Seiten- und anschließenden Portale (1718/19), die Pilgerherberge (1638), die weiteren Portale (um 1700), das äußere Klostertor sowie das Tor- (1717) und Fischerhaus (18. Jhd.) errichtet. Letzteres wurde um 1830 neugotisch überformt. Im 19. Jahrhundert wurde der Wirtschaftshof ergänzt. Auf dem Friedhof befinden sich ein Denkmal des Krieger-Wehr-Vereins und die Quirinuskapelle, ein sechseckigen Zentralbau, der 1287 geweiht und barock überformt wurde.
Diese zehnjochige Pfeilerbasilika mit Doppelturmfassade und drei polygonalen Chorapsiden ist die ehemalige Abteikirche St. Maximin. Errichtet wurde sie zwischen 1680 bis 1684. Um 1900 wurde ein eingreifender Umbau zur Nutzung für die Maximinkaserne vorgenommen. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde ein Torbau hinzugefügt. Es findet sich nach wie vor ein Rest der Beringmauer des ehemaligen Klosterkomplexes. Im 18. Jahrhundert wurde zusätzlich ein Gartenpavillon errichtet. Unter dem Kirchengebäude befindet sich ein Spätantikes christliches Gräberfeld mit mehreren hundert Gräbern und Steinsarkophagen.
Barrierefreiheit: Barrierefreier Zugang über den Seiteneingang. Im Inneren ist genügend Platz vorhanden. Rollstühle können neben den Sitzbänken abgestellt werden. Der Altar und die Grabmäler sind nur über Treppen zu erreichen.
Barrierefreie Toiletten befinden sich auf dem benachbarten Friedhof.
Die Geschichte der an diesem Standort erbauten Kirchen reicht bis in die frühchristliche Zeit zurück. Die heutige St. Paulin Kirche, ein barocker Saalbau aus dem Jahre 1734 (geweiht 1757), entstand beim Wiederaufbau der vormals dort stehenden Stiftskirche. Zur Kirche St. Paulin gehören der Friedhof mit der sogenannten Marterkapelle, das Kreuz der ehemaligen Stiftsimmunität (1088) sowie das neugotische Denkmal des Vorstädter Krieger-Vereins Maar (11880) und Grabmäler aus dem 19. Jahrhundert.
Denkmaltyp: Kirche Jahrhundert: 4. Jahrhundert Baujahr: 305 - 311 Epoche: Römische Architektur Sichtbarkeit: sichtbar Heutige Nutzung: Evangelische Kirche
Beschreibung: Die ürsprüngliche antike Palastaula, erbaut 305-301, prägt noch heute mit ihrem monumentalen Rechtecksaal mit Apside und mit dem Ziegelbau mit Rundbogenblenden und -fenstern, das Stadtbild Triers. Die Kirche ist heute der größte stützlose Innenraum der Antike. Unter ihr sind bis heute zwei Keller vom Anfang des 13. Jahrhunderts erhalten. Vor ihr erinnert ein unterirdischer kreuzgratgewölbter Kryptoportikus der ehemaligen antiken Basilika aus dem zweiten Jahrhundert an antike Zeiten.
Von dem Niederschloss aus der Renaissance ist heute noch der Außenbau des „Roten Turms“ mit barocker Haube erhalten. Dieser wurde 1647 (Oberbaumeister Matthias Staudt) begonnen zu bauen. Ca. 1648 wurde dann das Petersburg-Portal mit seiner überlebensgroßer Petrusskulptur (Bildhauer Hans Rupprecht Hoffmann d.J.) vollendet. Daneben ist das unter Kurfürst Lothar von Metternich errichtete Hochschloss heute noch erhalten. Zum Hochschloss gehören der Außenbau des dreigeschossigen Renaissance-Nord- und Ostflügels sowie der viergeschossige Ecktreppenturm. Unter dem Nord-, Ost- und Südflügel befindet sich zudem noch ein vollständig erhaltener Gewölbekeller. Von 1757 - 61 wurde der Neubau des Schlosses im Rokokostil (Hofarchitekt Johannes Seiz) mit seinem dreigeschossigen, 22-achsiger Gartenflügel mit Haupt- und Eckpavillon (1757-61), dem Fassadenschmuck und den Haupttreppenhausskulpturen (Ferdinand Tietz) erbaut. Der Palastgarten mit Teilen der mittelalterlichen Stadtmauer mit dem Kastilport (ehem. Stadttor), welche erstmals um 1050 erwähnt und in der Folgezeit mehrfach verändert und 1952 wieder aufgebaut wurde, ist ebenfalls Teil der Anlage.
Barrierefreiheit: - Ebenerdiger Zugang zur Kirche - Eingang in den Dom durch den einen Seiteneingang mit Rampe - Barrierefreie Toiletten in der Dom-Information
Denkmaltyp: Kirche Jahrhundert: 13. Jahrhundert Baujahr: 1260 Epoche: Gotik Sichtbarkeit: sichtbar Heutige Nutzung: Katholische Kirche
Beschreibung: Die 1233 begonnene und 1260 fertiggestellte Liebfrauenkirche besitzt einen gestaffelten frühgotischen Zentralbau. Nach mehreren Restaurierungen im 19. Jahrhundert (1859-76, 1881/84, 1890-1904) wurde die Kirche im 2. Weltkrieg 1944 teilweise zerstört. Es folgte eine Wiederherstellung von 1946-50 durch den Architekten Mathias Hemgesberg. Im Jahre 1992 fand die Vervollständigung der Skulpturen des Westportals statt. Im Inneren befindet sich immer noch ein Großteil der originalen Ausstattung. 1255 entstand das "Paradies" zwischen dem Nordportal von Liebfrauen und dem Seitenschiffsportal des Doms unter Verwendung frühmittelalterlicher Mauerpartien. 1986 wurden die Liebfrauenkirche sowie eine Holzkanzel im Rokokostil in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Barrierefreiheit: Barrierefreier Zugang zum Museum. Die Ebenen im Museum sind durch Fahrstühle erreichbar. Im Gebäude stehen Sitzplätze zur Verfügung. Die Schrift der Ausstellung ist in verschiedenen Höhen angebracht. Telw. ist die Schrift an vielen Ausstellungsstücken sehr klein.
Barrierefreie Toiletten sind vorhanden.
Barrierefreiheit: Der historische Ortskern ist barrierefrei zu besichtigen. In der Kirche ist eine Stufe zu überwinden. Die Festungsmauer ist für motorisch eingeschränkte Menschen nicht begehbar.
Der Ortskern: Dieser Bereich gibt die spätmittelalterliche Ausdehnung des Ortes Pfalzel innerhalb der historischen Befestigung wieder. Das Gebiet war seit der Spätantike ein bestehendes Siedlungskontinuum, in dem sich aus römischem Palast und Kasernenanlagen das Kloster und spätere Stift entwickelte, welches zur erzbischöflichen Residenz, zur Zollstelle und zum Amtssitz wurde und das nach dem Ende des Alten Reiches nur noch ein bäuerliches Dorf war. In dem historischen Ortskern sind die Zeugnisse aus all diesen Epochen in enger Verzahnung bis heute bewahrt.
Die ehemalige erzbischöfliche Burg: Diese wurde vermutlich zwischen 1131 und 1152 über dem südwestlichen Flügel des römischen Palatiolums errichtet. Im 15. und frühen 16. Jahrhundert fand ein Umbau statt. Im Jahre 1552 wurde das Areal mit dem ganzen Ort im Feldzug des Markgrafen Albrecht von Brandenburg eingeäschert. Nach dem zu vermutenden Wiederaufbau wurde die Burg abermals im französischen Erbfolgekrieg im Jahre 1673 und 74 zerstört. Heute findet hier noch zahlreiche kleinere Wohnhäuser und landwirtschaftlicher Bauten sowie Mauerreste in den Häusern sowie folgende Zeugnisse aus der damaligen Zeit:
Mauerreste in Häusern (Burgstraße 2-10, 3, 4, 5, 6)
Ein Stumpf eines polygonalen Treppenturms an der Nordwestecke des Hauses in der Burgstraße Nr. 2
Ein Torturm mit zwei Wappen des Erzbischofs Johann von Baden (1450-1503) (zwischen Burgstraße Nr. 5 und 6)
Reste des nordöstlichen Eckturmes (Kirchplatz 4 und 10, bei Nr. 4)
Ein Gebäude (heute Scheune), welches auf das Jahr 1695 datiert ist (Stiftstraße 10)
Reste des ehemaligen Palas (Kellergewölbe, Hauptsaal, vermauerte Kreuzstockfenster, Konsolen)
Reste des vermutlich auf römischen Fundamenten aufbauenden Bergfrieds (im Vorgarten von Burgstraße 10)
Der ehemalige Wirtschaftshof weitgehend als Freifläche mit der ehemaligen Zehntscheune (Residenzstraße 22 und Genovevastraße 6a)
Die Wallmauer: Die Befestigung um den erzbischöflichen Teil von Pfalzel wurde unter Einbeziehung eines mittelalterlichen Vorgängers ab dem späten 14. Jahrhundert bis zum Jahre 1539 errichtet. In den Jahren 1673/74 wurde sie dann von den Franzosen unbrauchbar gemacht und im Jahre 1961 wurde die Befestigung durch einen Durchbruch zwischen der Bastion 5 und 6 zerstört. Erst in den Jahren zwischen 1970 und 1992 wurde sie wieder instand gesetzt. Die fast vollständig erhaltene Wallmauer – ein Erdwall zwischen zwei Mauern - mit aus der Mauerflucht heraustretenden Bastionen, einem Grabenbereich außen entlang der Wallmauer ist heute weitgehend von Gärten und vom Friedhof eingenommen. Der Baumeister war vermutlich Meister Peter, der Erbauer des sogenannten Roten Turms an der Kaiserstraße in Trier. Die Befestigung beginnt an der Mosel mit Bastion 1 und erstreckt sich hinter den Häusern östlich und nördlich von der Klosterstraße, der Scholasterei und der Golostraße, verstärkt durch die Bastionen 2 bis 5, bis zur Endbastion 6 hinter Golostraße 3 und 5 oder Residenzstraße 25.
Barrierefreiheit: - Zugang zur Schwelle der Porta Nigra barrierefrei über eine Rampe erreichbar. - Vorplatz der Porta Nigra über Rampen mit Belagwechsel (Verbundpflaster / Asphalt) erreichbar. - Ausstellungsräume in den Obergeschossen nur über Treppen erreichbar.
Beschreibung: Die Porta Nigra, eines der besterhaltenen und größten Stadttore der Antike, war das Nordtor der Stadtbefestigung und wurde ab dem 2. Jahrhundert erbaut. Die Toranlage besteht aus einem Mittelbau mit Innenhof als Zwinger und zwei Fenstergeschossen und flankierenden Türmen. Der Bau ist ein Sandsteinquaderbau auf Bruchsteinfundament. 1030 wurde im Zuge des Stadtmauerbaues anschließend an die Porta Nigra das Kanonikerstift St. Simeon erbaut. Nach 1134 wurde die Porta Nigra mit nur wenigen Veränderungen zur Doppelkirche umgewandelt. Später (wohl 1148-53) wurde eine Apsis angebaut. Die letzten Verschönerungen der Kirche mit Rokokodekor fanden um 1750 statt. Napoleon I. schließlich alle antiken An- und Einbauten entfernen.
- Barrierefreier Zugang zu allen Ausstellungs- und Veranstaltungsräume (Aufzug vorhanden) - Behinderten-WC im Erdgeschoss des Museums - Behindertenparkplatz vor dem Gebäude
Beschreibung: Die Römerbrücke ist eine Steinpfeilerbrücke. Sie wurde dendrochronologisch auf die Jahre 154-157 datiert. Die Einwölbungen existieren seit 1343 bzw. 1719.
Das sogenannte Rote Haus ist ein repräsentativer Spätrenaissancebau mit zweigeschossigem Volutengiebel aus dem Jahr 1684. An der Fassade findet sich eine Nischenfigur. 1968 bis 1970 wurde das Gebäude nach Kriegsschaden rekonstruiert. Es nimmt eine straßen- und platzbildprägende Rolle ein.
Barrierefreiheit: Behindertenparkplatz beim Eingangsbereich vorhanden. Barrierefreier Zugang über den Nebeneingang möglich. Der Ausstellungsbereich mit Medienraum und Schatzkammer ist stufenlos zugänglich. Die Exponate und die dazugehörigen Informationen sind überwiegend im Sitzen einsehbar und lesbar. Es werden Führungen für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer angeboten. Assistenzhunde dürfen mitgebracht werden.
Das Schloss Monaise wurde zwischen 1779 und 1783 nach den Plänen von François Ignace Mangin als Sommersitz des Trierer Domdechanten Philipp Franz Graf von Walderdorff errichtet. Der dreigeschossiger kubische Bau zu 3 x 7 Achsen über doppelgeschossigem Keller besitzt ein weiteres Geschoss, welches im Abschlussgebälk integriert ist. Über diesem befindet sich ein dreiteiliges Walmdach mit kuppelig erhöhtem Mittelteil. Auf der Eingangsseite ist ein dreiachsiger Mittelrisalit, in welchen die beiden Hauptgeschosse als Loggia hinter vier kolossalen ionischen Säulen ausgebildet sind. Das Schloss ist ein frühklassizistischer Bau von überregionaler Bedeutung, zu dem ein Garten mit Monopteros, Grabkapelle und Gloriette sowie ein Hofgut (Alte Monaiser Straße 2, 3, 4) gehören.
Barrierefreiheit: ja; Zugang ebenerdig; alle Räume sind barrierefrei über einen Aufzug erreichbar. 3 Rollstuhlfahrer Plätze mit Begleitperson im großen Haus vorhanden. Behindertengerechte Toilette in der Kassenhalle.
Barrierefreiheit: Die Besichtigung der Fassade ist barrierefrei möglich. In der Steipe befindet sich ein Café und das Spielzeugmuseum.
Das Museum hat einen extra Behinderteneingang, Das Museum ist ebenerdig, außer einem Ausstellungsraum, welcher durch einen Lift erreichbar ist.
In den Räumlichkeiten sind Sitzmöglichkeiten vorhanden. Eine Behindertentoilette ist ebenfalls vorhanden. Die Schrift an den Ausstellungsstücken ist allerdings sehr klein und somit schwer zu lesen. Das Café im Haus ist rollstuhlgerecht und die Toiletten sind mit einem Fahrstuhl erreichbar.
Die sogenannte Steipe ist ein viergeschossiger, turmartiger Walmdachbau mit offenen Arkaden. Das Gebäude wurde um 1430 als Fest- und Empfangsgebäude für Bürger der Stadt Trier erbaut und später auch als Rathaus genutzt. Zwischen 1481 und 1483 wurde es weitestgehend umgebaut und nach Kriegszerstörung von 1968-70 wieder aufgebaut. Die Skulpturen des Gebäudes sind von Meister „Steffen Bildhauer“, wobei sich die Originale im städtischen Museum befinden. Rückwärtig befindet sich ein Renaissancebau mit einem um 1559 bezeichneten Treppenturm. Die Obergeschosse stammen aus dem 17. Jahrhundert. Seinen Namen verdankt das Gebäude den Rundstützen (Steipen) der Spitzbogenarkaden.
Barrierefreiheit: - Barrierefreier Zugang - erstes Untergeschoss über Aufzug erreichbar
- zweites Untergeschoss über Rundweg mit Rampen erreichbar
- Barrierefreies WC vorhanden
- Aussichtturm ist nicht barrierefrei, da der nur über Stufen zugänglich ist
Im 3. Jahrhunderts wurde die podestartig erhöht angelegte Thermenanlage in der Raumabfolge (F, D, A, B und C) erbaut. Ihr Kern, dessen Mauerstrukturen einem Forum entsprechen, stammt wohl aus dem Ende des 1. Jahrhunderts. An Ost- und Westseite befanden sich Portiken und Nebenräume und nach Süden ein rechteckiger Baukörper. Weiterhin beinhaltete die Anlage ausgedehnte Hofflächen sowie Hypokaustinstallationen.
Denkmaltyp: Schloss Jahrhundert: 11. und 12. Jahrhundert Baujahr: diverse Sichtbarkeit: vorhanden Heutige Nutzung: Geschäftshaus
Beschreibung: Das Palais Walderdorff ist ein barocker Baukomplex aus dem 19. Jahrhundert, der diverse An- und Umbauten aus unterschiedlichsten Epochen beinhaltet.
Der zum Bau gehörende Turm Jerusalem ist ein romanisches Bauwerk mit Kalkstein- und Ziegelmauerwerk aus dem 11./ 12. Jahrhundert. Es ist das älteste der Gebäude.
Barrierefreiheit: Weitestgehend Barrierefreier Zugang zur Bibliothek. Aufzüge vorhanden. Für den Zugang zum 2. Obergeschoss der Lesesäle A und B über den Aufzug im Gebäude A ist ein Transponder erforderlich (Ausleihbar im Erdgeschoss der Bibliothekszentrale).
Behindertengerechte Toiletten befinden sich im Erdgeschoss der Bibliothekszentrale (BZ 14, Schlüssel am Haupteingang) und im Bereich BibTop (BZ 243).